Ich laufe also bin ich.

Laufen und Philosophie

Die Säulen des Laufens

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wenn laufen, dann richtig laufen!

Welcher Typ Läufer*in bist du?

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Laufen...

...um bei sich anzukommen. Warum sollte man eigentlich laufen?

Fast jeder kennt Haruki Murakami als Romanautor und/oder hat z. B. "Naokos Lächeln" im Kino gesehen. Und wer noch nicht  "Hard-Boiled Wonderland und das Ende der Welt" gelesen hat, dem sei es hiermit an den Lesesessel gelehnt. Und Murakami läuft auch und das mit aller Leidenschaft, die man dazu braucht, wenn man sich mit einem Marathon nicht zufrieden gibt, schließlich nicht das, sondern den "Ultra", also Langläufe teils deutlich über die Marathon-Distanz hinaus gehend sucht. 

Zwei Leidenschaften bestimmen Haruki Murakamis Leben: Nämlich Schreiben und Laufen. Er selbst sagt: "Das Thema Laufen an sich ist etwas schwammig, und es fiel mir schwer zu bestimmen, worüber ich eigentlich genau schreiben wollte." Und "Ehrlich über das Laufen, und ehrlich über mich selbst zu schreiben, ist fast das Gleiche". 

Und so ist es auch ein sehr persönliches, autobiografisches Buch geworden, in dem Murakami schildert, wie er zum Laufen gekommen ist, warum er läuft, warum er das so genau wiederum auch gar nicht weiß und lässt den Leser an seinen Blick aufs Laufen teilhaben, der wenig mit Livestyle, stets guter Lauflaune oder der Notwendigkeit der Selbstoptimierung zu tun hat, wenngleich er keine Sekunde und keine Zeile daran zweifeln lässt, dass das Laufen für ihn Lebensinhalt - oder besser noch, überlebenswichtig ist. Es ist unprätentiös, weder philosophisch noch poetisch aufgeladen, wie man vermuten würde bei Murakami. Nein, es sind eher die kleinen, leisen Gedanken, denn für ihn bedeutet das Laufen auch ein "großes, wortloses Glück".

Wir finden das Buch äußerst lesenswert auch, weil es kein Lehrbuch und Motivationstrainer fürs Laufen ist, sondern auf sehr unterhaltsame Weise auch Durststrecken und Sinnkrisen darstellt, die wir alle sehr gut kennen. 

 

Die Laufbibel

von Dr. Matthias Marquardt, inzwischen die 17. Ausgabe dieses "Standardwerkes". Wie der Titel schon andeutet, erhebt das Buch den Anspruch, ein nahezu allumfassendes Werk in Sachen rund ums Laufen zu sein. Und es hält aus unserer Sicht zu großen Teilen auch was es verspricht, denn einmal aufgeschlagen geht es wirklich ins Detail und immer, wenn man glaubte, fast schon alles übers Laufen zu wissen, belehrt einen Dr. Marquardt doch eines Besseren und er zeigt auf, dass Laufen nicht einfach nur Laufen ist sondern viel mehr.
Natürlich kann einfach so loslaufen ohne sich viel Gedanken über das Laufen zu machen, wenn nicht gerade triftige gesundheitliche Argumente dagegen sprechen aber mit Marquardts Wissen läuft und trainiert es sich einfach anders. 

Wir können dieses Buch einfach jedem Läufer und jeder Läuferin empfehlen der oder die das Laufen und Lauftraining ernst nimmt, denn es ist genau so ein guter Beitrag zur Gesundheit, wie es das Laufen selbst ist.

Die Philosophie des Laufens

In diesem sehr klugen Buch finden sich einige sehr interessante Sichtweisen zum Thema Laufen von Menschen, die laufen und darüber nachdenken und Menschen die nicht laufen aber trotzdem darüber nachdenken.
"Sie erklären uns, wieso Freundschaften unter Läufern auch für andere Bereiche des Lebens wichtig sind, berichten vom Laufen mit Apps und davon, welchen Unterschied es macht, auf einem Laufband oder im Freien zu laufen. Sie schildern uns die Parallele zwischen Schmerz und Freude beim Laufen und im Leben, erzählen, wie es sich anfühlt, zum ersten Mal einen Marathon zu laufen – und zeigen, warum ein kurzer Trainingslauf am Wochenende genauso glücklich machen kann."

Dieses Buch ist mal kein Lehrbuch in Sachen Laufen und macht auch deshalb sehr viel Spaß, weil es sehr unterschiedliche und kurzweilige Sichtweisen auf das Thema Laufen bietet, die wir so nicht gewohnt sind und es damit eine überaus unterhaltsame Lektüre darstellt.

Link zum Verlag

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