Ich laufe also bin ich.

Laufen und Philosophie

Die Säulen des Laufens...

Die Säulen des Laufens

...oder auch - wenn, dann richtig!

Welcher Typ Läufer*in bist du?

Welcher Typ Läufer*in bist du

Mache den Test...

Alle Umfragen auf einem Blick.

Laufen...

...um bei sich anzukommen. Warum sollte man eigentlich laufen?

Die Frage der richtigen Ernährung bekommt für Sportler und Sportlerinnen natürlich eine besondere Wichtigkeit, denn ausdauernd Sport zu betreiben geht von der Ernährungsfrage überhaupt nicht zu trennen, weil eine gesunde Ernährung eine grundsätzliche, steigerbare Leistungsfähigkeit überhaupt erst ermöglicht. Das ist allgemein bekannt und das beginnt bereits mit der nötigen Flüssigkeitsaufnahme, von der jedes Kind weiß, dass es sich dabei nicht nur um eine lebenserhaltende Maßnahme handelt, sondern auch schnell zu einer Philosophie entwickeln kann. Sie führt für Läufer/-innen früh zur Frage, welche Flüssigkeiten also welche Getränke für sie die richtigen seien, während die Nichtsportler/-innen einfach nur das trinken, was ihnen am besten schmeckt. 

Das Thema Ernährung ist kompliziert und sehr komplex und nicht umsonst längst zur Wissenschaft avanciert. Natürlich gibt es neben Mythen, Gerüchte und (Fitness-/Ernährungs-)Irrtümer auch immer neue Erkenntnisse und Erklärungen, die uns helfen, klarer zu sehen. So hat es der Kaffee beispielsweise mittels medizinischer Erkenntnisse innerhalb eines Jahrzehnts geschafft, von einem höchst ungesunden "Genussmittel" zu einem Wellness-Drink zu mutieren, weil ihm sogar eine lebensverlängernde Wirkung zugeschrieben wird. Das Thema um alkoholische Getränke schlägt immer wieder Wellen. Bier oder Wein, gesund oder nicht gesund? Ein, zwei oder drei Gläser? Man weiß es noch nicht so genau. Hier reguliert noch der gesunde Menschenverstand wie man so schön sagt.

Runnersworld hingegen bietet in einem sehr schönen Beitrag, "Frikadelle gegen Muskelkater?", Antworten auf Fragen zur Ernährung, die offenbar nur Läufer/-innen haben. Seht selbst unter "14 Ernährungsfragen, die nur Läufer haben." Viel Spaß damit! 

Wie wichtig nimmst du deine Ernährung?

Dieser Beitrag kann in unserem Blog übrigens gerne auch kommentiert werden.

Die oft geäußerte Empfehlung, nach 17 Uhr nichts mehr zu essen (sog. “dinner cancelling“), entbehrt jeglicher physiologischen Grundlage und hat somit keine Allgemeingültigkeit. Sie gilt nur dann, wenn es die Energiebilanz gebietet. Wer seinen täglichen Energiebedarf bis zu diesem Zeitpunkt bereits gedeckt hat, würde seine Energiebilanz logischerweise positivieren, wenn er noch etwas essen würde. Wer jedoch untertags sparsamer isst, also weniger Energie zuführt, darf es sich am Abend mit ruhigem Gewissen schmecken lassen. Dass man dadurch leichter Fett ansetzen würde, ist ein Mythos, der von Leuten genährt wird, die das Prinzip der Energiebilanz nicht verstanden haben. Es stimmt auch nicht, dass die Verdauung nachts "schlechter" wäre als untertags, genau das Gegenteil ist der Fall: Die Verdauung ist eine Domäne des Parasympathikus, und dieser überwiegt während der Nachtruhe. Es gibt beim gesunden Stoffwechsel auch keine Gärungs- oder “Fäulnis“prozesse). (Ein von manchen Pseudoexperten ausgesprochenes abendliches “Obstverbot“ ist irrational!).

Ansonst ist eine abendliche Nahrungskarenz nur dann zweckmäßig, wenn am Abend kein Training durchgeführt wird. Andernfalls “darf“ man nicht nur, sondern soll man sogar noch eine Mahlzeit nach dem Training einnehmen (auch, wenn es schon spätabends ist!), die fettarm sowie eiweiß- und kohlenhydratbetont sein sollte (wichtig zur raschen Wiederauffüllung der muskulären Glykogenspeicher).

Für die “anti-aging“-Anhänger: Ein “dinner cancelling“ kann niemals eine solche Ausschüttung des Wachstumshormons (human growth hormone, HGH) bewirken, wie es eine intensive Trainingseinheit tut – wenn überhaupt (denn dafür wäre eine Hypoglykämie notwendig, also ein Abfall des BZ-Spiegels unterhalb des physiologischen Bereichs. Ein Fasten führt jedoch nicht zu einem “Unterzucker“, weil die Leber auch im Nüchternzustand ständig Glukose bereitstellt, um den Nüchtern-BZ Spiegel aufrecht zu erhalten). Abgesehen davon folgt die HGH-Produktion einem zirkadianen Rhythmus. Das Wachstumshormon wird so oder so während der Nachtruhe ausgeschüttet, unabhängig davon, ob man abends isst oder nicht.

(Dr. Kurt A. Moosburger, Facharzt für Innere Medizin, Sport- und Ernährungsmediziner)

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